
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer von One Spirit,
das Jahr 2026 ist noch nicht sehr alt, aber dank Ihrer Hilfe hat unser aller Einsatz für die Lakota im Pine Ridge Reservat bereits jetzt große Fortschritte erzielt. Aber natürlich ist unsere Arbeit noch lange nicht getan!
Das „Charging Buffalo Meat House“ (Schlachthaus) war dabei eines der von Ihnen maßgeblich unterstützten Projekte. Dank Ihrer Hilfe konnten 22 Büffel im Reservat bleiben, die sonst hätten verkauft werden müssen. So aber wächst die Herde weiter.

Kleiner Waschsalon beim Jugendzentrum in Allen
Außerdem bereiten wir die Eröffnung unseres ersten großen Waschsalons für das Reservat in naher Zukunft vor – eine weitere wichtige Entwicklung, die nur dank Ihrer Unterstützung möglich ist. Obwohl die Pine Ridge Reservation eine Fläche von ca. 9000 km² hat, müssen die Menschen das Reservat verlassen, um ihre Wäsche in nahegelegenen Städten und Ortschaften zu waschen. Dank Ihnen müssen die Lakota bald nicht mehr eine Stunde oder länger pro Strecke fahren oder Fahrgemeinschaften organisieren, um ihre Wäsche zu waschen.
Um den reibungslosen Betrieb der Waschsalons zu sichern, schickt One Spirit im April drei Lakota ins Ausbildungszentrum der Firma Whirlpool nach Ohio, wo sie als Techniker ausgebildet werden, um später die Maschinen warten und reparieren zu können. So werden Arbeitsplätze geschaffen und das Projekt nachhaltig gefördert. Die Ausbildung wird z.T. von One Spirit Deutschland finanziert. Noch fehlt ein kleiner Teil der dafür nötigen Summe. Ihre Unterstützung ist hier sehr willkommen!
Außerdem wollen wir zwei weitere Waschsalons auf dem Reservat errichten. Wir stehen kurz davor, dieses Ziel zu erreichen! Dank einer großzügigen Spende konnten wir bereits Maschinen erwerben, und die Stammesbehörden helfen uns bei der Suche nach geeigneten Standorten. Noch fehlen uns allerdings die benötigten finanziellen Mittel, um diese Einrichtungen so auszubauen, dass sie die Versorgung mit Wasser, Strom und anderen notwendigen Dingen gewährleisten können.

Kinder im Jugendzentrum
Es gibt noch viel mehr zu tun. Die Vorräte in unseren Tafeln, wo wir Lebensmittel an Bedürftige ausgeben, gehen zur Neige. Ständig hören wir von hungernden Älteren und Familien. Zu viele Menschen sind gezwungen, in Häusern zu (über)leben, die dringend lebenswichtige, ja sogar lebensrettende Reparaturen benötigen (siehe unten). Das Allen Youth Center braucht Unterstützung, um Kindern einen sicheren Ort zu bieten, an dem sie lernen, wachsen und ihre Kultur leben können. Dies sind nur einige Beispiele für die vielen Projekte, die wir zur Verbesserung des Lebens der Lakota durchführen.
Von wichtigen Meilensteinen wie dem „Charging Buffalo Meat House“ und dem bald eröffneten Waschsalon bis hin zu den täglichen Grundbedürfnissen wie Nahrung, Unterkunft und Jugendprogrammen – Ihre Unterstützung ist der Motor, der diese Arbeit vorantreibt. Während wir feiern, wie weit uns Ihre Großzügigkeit gebracht hat, wissen wir, dass der Bedarf nach wie vor riesig ist – aber unsere Vision ist es auch. Gemeinsam haben wir bewiesen, dass wir etwas Wichtiges aufbauen können. Lassen Sie uns diese Dynamik beibehalten, um das zu vollenden, was wir begonnen haben.
Schlechte Wohnverhältnisse führen zu Bränden im Reservat
Letztes Jahr haben wir die Lakota Empowerment Group ins Leben gerufen, ein Programm mit doppeltem Ziel: Es vermittelt den Menschen wertvolle handwerkliche Fähigkeiten und sorgt gleichzeitig für dringend notwendige Reparaturen an den Häusern und Trailern im Reservat.
Die große Resonanz auf dieses Programm ist ein Beweis dafür, wie dringend solche Reparaturen benötigt werden. Wir sehen Häuser mit Löchern – nicht in der Trockenbauwand, sondern in der gesamten Wand –, Dächer, die mit Ziegelsteinen und Reifen beschwert sind, zerfallene Pappkartons, die als Isolierung dienen sowie defekte Wasserleitungen und Stromkabel. Es ist schmerzlich zu sehen, wie hart das Leben im Reservat sein kann, wo es einfach nicht genug Arbeitsplätze gibt, damit sich die Menschen die Instandhaltung ihrer eigenen Häuser leisten können.

Reste eines abgebrannten Trailers
Am schlimmsten sind jedoch die Häuser, zu denen wir nicht rechtzeitig gelangen können. Es gibt viel zu viele Häuser, als dass wir sie alle erreichen könnten, und viele davon stellen eine enorme Brandgefahr dar. Sie weisen oft eine Kombination aus schlechter Isolierung, defekter Elektrik und schlecht gewarteten, unsicheren Holzöfen auf. Selbst mit vier erfahrenen Handwerkern und etwa einem Dutzend Auszubildenden schaffen wir es nicht, jedes Haus rechtzeitig zu erreichen.
Ein trauriges Beispiel dafür war der Großbrand in Kyle, von dem wir Ihnen hier berichtet haben. Viele Familien haben in einer Nacht ihr Zuhause verloren. Inzwischen sind sie bei Verwandten untergekommen oder der Stamm hat eine Unterkunft für sie gefunden. Mit ihrer Unterstützung konnten wir hier Nothilfe leisten. Auf lange Sicht soll das Haus von der Lakota Empowerment Group wieder aufgebaut werden.
Jahrelang hatten wir zu viel damit zu tun, die Menschen im Reservat mit ausreichend Lebensmitteln zu versorgen, um auch etwas gegen die Wohnungssituation im Reservat zu unternehmen. Doch dank Ihrer anhaltenden Unterstützung können wir das Leben der Lakota auch weiterhin entscheidend verbessern, indem wir ihnen die Würde – und die Sicherheit – eines eigenen Zuhauses geben.





